Marx und Geschlechterverhältnisse – von weißen Flecken, Nebenwidersprüchen und feministischen Interventionen

mit Pia Garske

Ausgehend von dem berühmten Satz „Der Grad der weiblichen Emanzipation ist das natürliche Maß der allgemeinen Emanzipation“, mit dem sich Marx auf Charles Fourier bezieht, hat es engagierte Debatten darüber gegeben, ob und wie sich mit der Marxschen Analyse Geschlechterverhältnisse im Kapitalismus kritisch reflektieren lassen. Der Vorwurf, in der Marxschen Theorie würden Geschlechter- und andere Unterdrückungsverhältnisse unter den Tisch fallen, weil die Sphäre der Reproduktionstätigkeiten und andere Mechanismen der Herstellung von Herrschaft und Ungleichheit unterbelichtet blieben, steht die Sichtweise gegenüber, dass es für das
Funktionieren des Kapitalismus letztlich bedeutungslos sei, welches Geschlecht die Ware Arbeitskraft hat, wie sie „rassifiziert“ ist, ob sie jung ist oder alt.

In der Veranstaltung soll diskutiert werden, ob und wie an Marx angelehnte Ansätze und queer-/feministische Debatten füreinander sowie
für eine Kritik verwobener Herrschaftsverhältnisse fruchtbar gemacht werden können. Welche Geschichte haben Versuche, Marxismus und
Feminismus zu verbinden oder aneinander zu entwickeln, und was sind aktuelle Debatten dazu?

Mittwoch, 4. März, 19 Uhr, Schneiderberg Raum V108

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